Förderverein bittet um Spenden nach Brand am 27.08.2020 in der Werkstatt von LEBENSWERK und wie es weitergeht

Lebenswerk in Bayreuth: Finanzierung für neue Werkstatt für Menschen mit Behinderung steht

Der Finanzierungplan für das neue Lebenswerk in Bayreuth steht. Wie die Bayreuther Landtagsabgeordnete Brendel-Fischer mitteilt, fördert der Freistaat den Wiederaufbau der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Diakonie Bayreuth mit rund 9,8 Millionen Euro. Knapp 3,3 Millionen muss die Lebenswerk gGmbH selbst aufbringen. Die alte Werkstatt für Menschen mit Behinderung ist 2020 komplett abgebrannt

.Mainwelle: 10.08.2022

Abriss hat begonnen

Lebenswerk: Wiederaufbau für 16,5 Millionen

Einmal beherzt zugreifen: Der Abriss der Brandruine des Lebenswerks der Diakonie ist angelaufen, die Reste des Speisesaals sind bereits eingeebnet. Der Wiederaufbau sollte im Sommer starten. Foto: Eric Waha/Eric Waha

Jetzt geht es vorwärts auf der Brandruine: Der Teil des Lebenswerks der Diakonie, der Produktionsstätte für Menschen mit Behinderung, der von einem verheerenden Feuer vernichtet worden ist, wird abgebrochen. im Sommer soll der Wiederaufbau losgehen. Wenn alles läuft, wie es geplant ist.

 

„Das Denkmal ist weg.“ Das durchaus zweifelhafte Denkmal, damit meint Gerhard Kolb vom Bayreuther Abbruchunternehmen Vogel die Beton-Wand, die einst das Dach in der Mitte des achteckigen Speisesaals des Lebenswerks getragen hatte und die als einziges Teil übrig geblieben ist nach dem verheerenden Brand im Sommer 2020. Jetzt ist der Abbruch des Lebenswerk-Kopfbaus angelaufen. In wenigen Wochen soll der Wiederaufbau starten.

 

Genehmigung für den vorzeitigen Beginn

„Wir haben die Genehmigung für den vorzeitigen Maßnahmen-Beginn“, sagt Diakonie-Geschäftsführer Franz Sedlak. „Auch die Pläne sind soweit finalisiert, wie wir den Wiederaufbau machen sollen und auch dürfen.“

 

Man habe in dieser Woche mit dem Abriss der Brandruine beginnen können, was den ehemaligen Speisesaal, die Förderstätte und den Verwaltungsbau betreffe, sagt Sedlak. Das werde, sagt Gerhard Kolb vor Ort, in drei Phasen erfolgen.

 

Denn nach Sedlaks Worten müsse in die Abbrucharbeiten auch das Verlegen „von Bypass-Leitungen eingebunden werden, was Strom, Wasser und auch Gas betrifft“. Die müssten raus aus dem Baufeld, um das weitere Funktionieren der Produktion in den vom Brand nicht durch Zerstörung betroffenen Produktionshallen gewährleisten zu können, während der Neubau des vorderen Bereichs laufe.

 

„Beim Thema Gasleitung schaue ich natürlich mit Sorge auf die Entwicklung der Gaspreise“, sagt Sedlak. „Aber unsere Pulverbeschichtung, die viel Energie braucht, ist nun mal darauf ausgelegt.“

 

Kosten: 16,5 Millionen Euro

Sedlak sagt, er gehe davon aus, dass der Abbruch nur wenige Wochen dauern werde, anschließend müsse man noch Gutachten für Boden und Statik machen lassen, bevor mit dem Wiederaufbau begonnen werden könne, dem natürlich wegen der unterschiedlichen Förderstellen auch entsprechende Ausschreibungen vorangehen müssen.

 

Nach aktuellem Stand werde es rund 16,5 Millionen Euro kosten, den Ersatzneubau zu errichten, der – den Vorgaben unter anderem des Bezirks folgend – in Teilen auch mehr Kapazität bieten müsse als der Vorgängerbau.

 

Zum Beispiel bei der Förderstätte müssten die Plätze von zwölf auf 36 erhöht werden. Von der Bausumme müsse die Diakonie „einen siebenstelligen Betrag alleine schultern“, sagt Sedlak auf Nachfrage.

 

Sorge vor Preissteigerung am Bau

Die große Unbekannte dabei: „Die Preissteigerung auf dem Bau.“ Schon bei kleinen Maßnahmen innerhalb des Projekts entferne sich das Angebot beträchtlich vom Ergebnis: „Allein der Bypass der Leitungen war mit 220 000 angeboten worden und liegt jetzt bei 370 000 Euro“, sagt der Diakonie-Geschäftsführer. Ein dringend benötigtes Trafo-Haus, das während des Baus und dann später auch im Betrieb eine Rolle spielen wird, „kann ich zum Tagespreis bestellen – Lieferzeit: 50 Wochen. Ohne zu wissen, was es dann bei Lieferung kosten.“

 

Der Wiederaufbau wird nach Sedlaks Worten rund zwei Jahre dauern und dürfte „architektonisch gefälliger werden, als man vor 40 Jahren gebaut hat. Auch ohne achteckiges Gebäude, es wird ein normaler Corpus. Natürlich wird es sich dann vom Rest der Gebäude abheben – sodass man anschließend eigentlich auch die Hallen sanieren muss.“

 

Produktion wieder in Betrieb

Die Produktionshalle sind seit Herbst vergangenen Jahres wieder in Betrieb und bieten den Mitarbeitern mit Handicap wieder die berufliche Heimat, die sie so lange schmerzlich vermisst haben. „Wir hatten ja nicht nur den Brand – es war schließlich davor und danach auch noch ein bisschen Corona“, sagt Sedlak.

 

In einer Interimsmaßnahme auf dem Nachbargrundstück sind Förderstätte, Sozialräume, die Sozialpädagogen und die Kantine untergebracht, „natürlich nicht in der Größe, wie wir sie vorher bieten konnten und die der Neubau wieder haben wird“, wie Sedlak sagt.

 

Aber mit dem Kompromiss könne und müsse man während der Neubauphase leben – auch mit einem etwas beschwerlicheren Weg für die Mitarbeiter, die beispielsweise auf einen Rollstuhl angewiesen sind und Begleitung auf dem Weg bräuchten.

 

Neue Kunden dazugewonnen

Was erfreulich sei: „Der Betrieb läuft wieder halbwegs normal.“ Und: „Die Kunden, die wir verloren haben, haben wir eigentlich durch Corona verloren“, sagt Sedlak, nicht aufgrund des Brandes und des dadurch entstandenen Produktionsausfalls. „Wir haben aber auch neue Kunden dazugewinnen können. Wir können keine exorbitanten Sprünge machen – können uns aber auf einigermaßen normalem Niveau stabilisieren. Hoffen wir, dass der Winter mit Corona keine neuen Probleme bringt.“

Nordbayerischer Kurier: ric Waha 29.06.2022 

RW21: Aus „Samocca“ wird „Lesecafé 21“

 

Zeit für Neues – ab dem 1.5.2022: Das „Lesecafé 21“, vormals „Samocca“, wird franchisefrei und ist jetzt mit neuem Namen und neuem Ambiente für seine Gäste da.

 

Was bleibt, ist das Konzept des Tagescafés mit kleinen Snacks, Suppen, Kuchen und Besonderheiten aus der Region, wie Eis oder neue überraschende Samstagsfreuden. Was auch bleibt, ist der herrliche Kaffee in all seinen Varianten. Und was natürlich auch bleibt, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Menschen mit Handicaps, die – dank geschulter und spezieller Abläufe – den täglichen Betrieb eines Cafés alleine schultern.

 

Was sich im Gleichschritt mit ändert sind das Logo und die Bekleidung – frischer, farbiger, freundlicher. Und mit dem neuen Geschirr „Mesh“ von Rosenthal greift das „Lesecafé 21“ auch bei den Tassen und Tellern die Farbigkeit des Logos und der Bekleidung auf. Mit einer Spende in Höhe von 5.000 Euro ermöglicht die Sparkasse Bayreuth den neuen Weg und die Finanzierung der notwendigen Anschaffungen.

 

Das neue Geschirr „Mesh“ von Rosenthal im Wert von 8.000 Euro wurde durch den Förderverein „Freunde und Förderer Lebenswerk Bayreuth e.V.“ finanziert.

28.04.2022 Mainwelle

Lebenswerk-Prozess

Urteil gegen „Feuerteufel von Bayreuth“ ist jetzt fix

 

 

Das Urteil gegen Manuel B., der in der zur Diakonie Bayreuth gehörenden Behindertenwerkstatt Lebenswerk Feuer gelegt und einen Schaden von rund 7,7 Millionen Euro verursacht hat, ist rechtskräftig (Gesamtstrafe von sechseinhalb Jahren). Wie Clemens Haseloff, Sprecher des Landgerichts Bayreuth, mitteilt, hat der Angeklagte die Revision zurückgezogen.

Nordbayerischer Kurier 06.04.2022

Urteil in Bayreuth

Haft für Lebenswerk-Brandstiftung

  

Das Landgericht hat den 27-jährigen Manuel B. wegen der Millionen-Brandstiftung und für eine Einbruchserie in Bayreuth schuldig gesprochen und eine Gesamtstrafe von sechseinhalb Jahren verhängt. Als Triebfeder für die Taten sahen die Richter der 1. Strafkammer Manuel B.’s Drogensucht, die Einbrüche seien Beschaffungskriminalität gewesen.

Nordbayerischer Kurier 24.02.2022

Über zwei Millionen Förderung für Lebenswerk Neubau


Das Lebenswerk bekommt über zwei Millionen Euro Förderung von der Regierung von Oberfranken. Das teilt die Regierung selbst mit. Das Geld ist für den Neubau der Förderstätte. 36 Plätze soll der bieten. Die Gesamtkosten betragen fast 4,5 Millionen Euro. Auch der Bezirk Oberfranken beteiligt sich daran. Das Lebenswerk hat im August letzten Jahres gebrannt. 

23.12.2021

Umzug im Dezember 2021 in die neuen provisorischen Räume des Lebenswerkes

Neuer 1. Vorsitzender

Alf Beer

 

Am 7. Oktober 2021 fanden Vorstandwahlen des Fördervereins Lebenswerk Bayreuth e.V. statt.

Dabei wurde Alf Beer zum 1. Vorsitzenden gewählt.

 

 


Spendenstand

 

Seit dem Brand der Lebenswerk Werkstätte im August letzten Jahres hat sich unser Spendenstand um ca. 61.000 Euro erhöht. Neben der "Riesenspende" von der Apotheken-Gemeinschaft Bayreuth in Höhe von 31.000 Euro bekamen wir eine Erstattung von der Brandversicherung für alle von uns angeschafften Sachen. Viele größere und kleinere Spenden kamen hinzu.  Wir stehen in den Startlöchern, um zusammen mit der Werkstattleitung die Gelder sinnvoll einsetzen zu können.

 

Vielen Dank an alle Spenderinnen und Spender. 

Ihre Spenden sind auch weiterhin gerne willkommen

 

08.06.2021